Den Eisprung richtig erkennen

Eisprung und fruchtbare Tage richtig erkennen und für Schwangerschaft nutzen

Im weiblichen Zyklus kommt dem Eisprung in Verbindung mit den fruchtbaren Tagen dann eine wichtige Rolle zu, wenn eine Frau schwanger werden möchte. Dazu sollte sie die biologischen Vorgänge sowie die Zeitabläufe gut kennen und im wesentlichen auf ihren Körper hören.

Was beim Eisprung eigentlich passiert

Fruchtbare Tage stehen in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Eisprung. Dieser findet ab dem Zeitpunkt der Geschlechtsreife einmal pro Menstruationszyklus im weiblichen Körper statt. Dabei wird die unbefruchtete Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter ausgestoßen, wo sie die kommenden 12 bis 24 Stunden auf eine mögliche Befruchtung durch Spermien wartet. Ist dies der Fall, wandert sie anschließend in die Gebärmutter weiter, wo sie sich einnistet. Nehmen Frauen jedoch die Pille, wird dadurch bei richtiger Einnahme die Eireifung generell verhindert, wodurch es in der Folge auch zu keinem Eisprung kommt. Damit sind auch fruchtbare Tage ausgeschlossen, was ja Sinn einer Verhütung ist.  Der genaue Zeitpunkt des Eisprungs ist nur vage feststellbar, während eines regulären Zyklus, der ja 28 Tage dauert, findet der Eisprung ca. um den 14. Tag statt. Wer einen kürzeren oder längeren Zyklus hat, sollte davon ausgehen, dass die Ovulation tatsächlich in der Zyklusmitte statt findet.

Einige Frauen können dies durch sogenannte Mittelschmerzen deutlich wahrnehmen. Wer fruchtbare Tage genau definieren möchte, sollte am besten dazu einen Eisprungkalender führen. Ein sogenannter Ovulationstest lässt Frauen, die schwanger werden möchten, ihre Empfängnisbereitschaft noch genauer berechnen. Im übrigen ist davon auszugehen, dass Spermien immerhin drei bis vier Tage im Eileiter bleiben können, deshalb ist dies für fruchtbare Tage auch zu bedenken. Diese gelten meist unmittelbar drei Tage vor dem Eisprung und auch noch der unmittelbar darauf folgende Tag.

Symptome des Eisprungs sind meist wahrnehmbar.

Wer fruchtbare Tage nicht nur berechnen möchte, sollte direkt auf gewisse Merkmale seines Körpers hören. Denn während der empfängnisbereiten Zeit haben viele Frauen deutlich mehr Lust auf Sex und wirken auf das andere Geschlecht deutlich anziehender als sonst. Auch der Eigengeruch ist meist deutlich besser zum Zeitpunkt, an dem Frau fruchtbare Tage hat. Da die Hormonproduktion des weiblichen Körpers zum Zeitpunkt des Eisprungs auf Hochtouren läuft, werden auch mehr Glückshormone ausgeschüttet und Frauen fühlen sich oft aktiver und geselliger. Manche erkennen fruchtbare Tage bei sich selbst aber auch daran, dass sie eher gereizt und schlecht gelaunt oder sogar aggressiv werden. Die körperlichen Symptome während des Eisprungs sind deutlicher einzugrenzen. Denn für fruchtbare Tage ist meist eine Erhöhung der Körpertemperatur um bis zu 0,5 Grad Celsius feststellbar, zudem verändert sich die Konsistenz des Zervixschleimes. Die Berechnung des genauen Zeitpunkts von dem Eisprung ist recht schwierig. Manche Frauen leiden unter einem leichten Stechen im Unterleib und haben manchmal sogar eine Zwischenblutung. Diese sind auf Hormonschwankungen zurück zu führen. Fruchtbare Tage zeichnen sich bei manchen Frauen auch dadurch aus, dass ihre Haare und die Haut schneller fettig werden. Das geht auf den Anstieg des Östrogenspiegels zurück.

Welche Faktoren den Eisprung beeinflussen

Fruchtbare Tage und damit die Chancen, schwanger zu werden, sind meist drei Tage vor bis zu zwei Tagen nach dem Eisprung am besten. Wer sich ein Baby wünscht oder eine Familie gründen möchte, sollte zu diesen Zeiten Geschlechtsverkehr haben. Hormonstörungen, die im Zuge einer Medikamenteneinnahme oder einer Fehlfunktion der Schilddrüse auftreten, können den Eisprung ebenso beeinträchtigen wie starkes Über- oder Untergewicht. Auch Stress und Rauchen sowie mangelhafte oder ungesunde Ernährung sind wesentliche Faktoren, die die Ovulation beeinflussen.

Eisprungberechnung als Verhütungsmethode

Wer den Zeitpunkt seines Eisprungs berechnet, wendet eine der natürlichsten Verhütungsmethoden an. Doch zu beachten ist, dass bei den wenigsten Frauen der Menstruationszyklus tatsächlich auch immer regelmäßig abläuft, womit die Verhütung eher unsicher ist. Immerhin zeigt der Pearl Index an, dass bis zu 40 von 100 Frauen, die sich auf die Errechnung des Eisprungs verlassen, eine Schwangerschaft eintritt. Wer also nicht schwanger werden möchte, sollte auf zusätzliche sicherere Elemente der Verhütung setzen.

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