Kurkuma – Gewürz und Heilpflanze in einem

In Indonesien gibt es ein Heilmittel namens Jamu, welches bereits seit gut 4000 Jahren, insbesondere gegen Infektionen und zum Schutz vor Erkrankungen der Atemwege eingesetzt wird. Der Hauptbestandteil dieses Heilmittels ist Kurkuma. Vermutlich ist Ihnen Kurkuma als Gewürz bekannt. Es ist der Hauptbestandteil jeder Curry-Gewürzmischung und für die typisch gelbe Farbe bekannt.

Was ist Kurkuma?

Das Gewürz Kurkuma (manchmal auch Curcuma genannt) ist ein leicht bitteres und duftendes Pulver von starker gelber Farbe. Kurkuma wird aus der Curcuma Longa Pflanze gewonnen. Diese Pflanze kommt hauptsächlich in Südasien vor. Die Wurzeln und Wurzelstöcke der Pflanze werden gekocht, getrocknet und dann zermahlen, um das Gewürzpulver herzustellen.

Heilmittel Kurkuma

Während Kurkuma bei uns fast ausschließlich als Gewürz verwendet wird, ist es in Asien schon immer ein traditionelles Heilmittel. Der Hauptbestandteil und Wirkstoff von Kurkuma ist das Curcumin (auch Kurkumin). Curcumin ist in Deutschland zur Färbung von Nahrungsmitteln als Zusatzstoff mit der Bezeichnung E 100 zugelassen.

In Asien wird Kurkuma nicht nur für die Verdauung eingesetzt, wo es bekanntermaßen eine verdauungsfördernde und die Magensaftproduktion anregende Wirkung hat. Vielmehr geht man davon aus, dass aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung von Kurkuma die Anzahl und Größe von Darmpolypen bei regelmäßiger Einnahme reduziert wird. Mittlerweile gibt es sogar Studien, die vermuten lassen, dass Curcumin Krebszellen im Darm am Wachstum hindert.

Welche Eigenschaften werden Kurkuma zugeschrieben?

Verschiedenste Studien westlicher Forscher lassen hoffen. Die Studienlage für Kurkuma und den Wirkstoff Curcumin ist sehr interessant. Folgende Aussagen und Wirkungen werden inzwischen für Curcumin vermutet.

Curcumin könnte den Blutdruck verbessern

Es wird vermutet, dass Curcumin bei Patienten, die an der Autoimmunkrankheit Lupus leiden, der Blutdruck verbessert werden kann. Die Einnahme von Curcumin ist in der Regel unproblematisch und darum als ergänzende Therapie sinnvoll.

Curcumin kann Alzheimer abschwächen

Es existiert eine Studie, die zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen ist. Die Wirkung von Kurkuma auf Patienten mit Alzheimer scheint phänomenal, eine Behandlung mit Kurkuma bietet vermutlich deutliche Vorteile.

Curcumin senkt vermutlich den Cholesterinspiegel

Eine weitere Studie hat sich mit der Einnahme von Kurkuma bei Patienten mit akuten Herzkreislaufproblemen beschäftigt. Bereits geringe Dosen des Curcumins haben einen positiven Einfluss auf die HDL- und LDL-Werte des Cholesterinspiegels.

Kurkuma gegen Lippenherpes

Für viele Menschen ist der Lippenherpes, die HSV-1 Infektion, besonders lästig und schmerzhaft. Unter anderem in der Fachzeitung „Virology“ (2008, April-Ausgabe) wird beschrieben, dass Curcumin die Vermehrung das HSV-1 Virus bremsen kann. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass Kurkuma in der Lage ist, die Herpesinfektion zu verhindern oder zumindest zu bremsen. Diese Beobachtung wird übrigens im Internet von Betroffenen Patienten mit Lippenherpes auch so geteilt.

Kurkuma als Medikament

Aktuell gibt es noch kein Medikament, welches Kurkuma als Bestandteil hat. Dennoch gibt es sogenannte Nahrungsergänzungsmittel, die Kurkuma bzw. Curcumin enthalten. Für medizinische Zwecke werden mindestens 3-5 g täglich empfohlen. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte man mit einer möglichst niedrigen Dosis anfangen und nur langsam steigern.

Häufig haben im Handel verfügbare Kapseln zusätzlich den Wirkstoff Piperin, gewonnen aus schwarzem Pfeffer, dabei. Dieser erhöht die Bioverfügbarkeit von Kurkuma. Sollten Sie jedoch unter einer Allergie oder Unverträglichkeit gegen schwarzen Pfeffer leiden, müssen Sie auf Kapseln ohne Piperin achten.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.